Deshalb sollten alle Radfahrer Kaffee trinken


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Bei Il Magistrale glauben wir, dass Kaffee und Radfahren eine Lebenseinstellung ist. Radfahren bedeutet, härter in die Pedale zu treten, längere Pausen einzulegen und vorwärts zu drängen, um die Nummer eins zu werden. Kaffee ist die helfende Hand, um diese Ziele zu erreichen.

Warum machen Radfahrer so oft eine Kaffeepause? Es kommt sogar so oft vor, dass Fahrradcafés eingerichtet wurden. Aber was sind die Gründe dafür, außer dass es sehr angenehm ist, für einen Kaffee und ein Gebäck anzuhalten.

Kaffee macht etwas mit dem Körper: Das Koffein aktiviert eine Reihe von Hormonen in unserem Körper: Adrenalin, Dopamin und Cortisol. Im Körper werden Aminosäuren in den Muskeln und Glykogen in der Leber sehr schnell in Glukose umgewandelt, die dann in den Blutkreislauf abgegeben wird. Da der Körper sehr viel Glukose in kurzer Zeit produziert, liefert er viel Energie, die er dann nutzen kann - ideal für Situationen, in denen man schnell handeln oder sich bewegen muss.

Es mag wahr sein, dass man nach dem Trinken von Kaffee einen Energieschub bekommt. Mehrere Studien haben gezeigt, dass Kaffee aufgrund des Koffeins leistungssteigernd wirkt. Aber das Koffein ist nicht direkt für den Energieschub verantwortlich.

Koffein wird schnell in das Blut aufgenommen und zirkuliert dann durch den Körper. An seinem Bestimmungsort angekommen, heftet sich das Koffein an sogenannte Rezeptoren (Empfänger). An diesen Rezeptoren nimmt das Koffein den Platz einer anderen Substanz ein, die als "Adenosin" bezeichnet wird. Das ist ein Stoff, der müde macht. Sobald das Koffein den Platz des Adenosins eingenommen hat, gibt es keinen Platz mehr für diese andere Substanz, so dass man sich weniger müde und sogar wacher und aufmerksamer fühlt. Es gibt sogar Studien, die zeigen, dass das Schmerzempfinden und die Schmerzintensität reduziert werden. Außerdem beschleunigt es die energiefreisetzenden Prozesse im Körper. Das Endergebnis einer Dosis Koffein ist also, dass man sich ein bisschen mehr anstrengen kann, und das kommt dem Radfahren zugute. Kein Wunder, dass viele Radfahrer eine Vorliebe für Kaffee haben.

Die positive Wirkung von Koffein tritt etwa eine Stunde nach der Einnahme ein, aber dann müssen Sie auch mehr als eine Tasse Kaffee trinken. Es gibt Hinweise darauf, dass 1-3 mg Koffein pro kg Körpergewicht bereits eine leistungssteigernde Wirkung haben (bei einer 70 kg schweren Person sind das etwa zwei bis drei Tassen Kaffee), aber die traditionellen Protokolle gehen von 6-9 mg/kg eine Stunde vor dem Training aus. Bei einem kurzen Lauf (unter einer Stunde) hat eine Tasse Kaffee also nur eine geringe Wirkung. Seien Sie jedoch vorsichtig mit der Menge an Koffein, die Sie pro Tag zu sich nehmen, da sich Ihr Körper daran gewöhnen kann und immer mehr davon benötigt, um die gleiche leistungssteigernde Wirkung zu erzielen. Denken Sie daran, dass Koffein in mehr Produkten als nur in Kaffee enthalten ist. Als Faustregel gilt, dass fünf Tassen Kaffee pro Tag in Ordnung sind. Anders als manchmal behauptet wird, führt dies nicht zur Dehydrierung.

Bis vor einigen Jahren mussten Spitzensportler mit ihrem Kaffeekonsum vorsichtig sein. Das im Kaffee reichlich enthaltene Koffein stand nämlich schon zweimal auf der Dopingliste. Und das nicht ohne Grund. Es kann die Leistung steigern und die Regeneration beschleunigen.

 Wenn wir die oben genannten Ergebnisse auf den Radsport zurückführen, können wir Folgendes feststellen: Kaffee kann einen wichtigen Beitrag zur sportlichen Leistung leisten, allerdings sollten die Menge, die Form und der Zeitpunkt der Einnahme entsprechend angepasst werden. Langsamer Zucker und der richtige Koffeingehalt sind dabei entscheidend. Das Koffein im Kaffee bewirkt, dass die Kohlenhydrate (z.B. aus dem Kuchen) schneller in Glykogen gespeichert werden: der Brennstoff für unsere Muskeln und damit die Energie für die nächste Fahrt.

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